Ein Haus namens Clara Zetkin

Darf ein Bundestagsgebäude nach der Frauenrechtlerin und Kommunistin benannt werden? Zu demokratischer Erinnerungspolitik gehört das dazu

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Als Gradmesser für jene Aggregatzustände, die unterhalb der üblichen tagesaktuellen Aufgeregtheiten zur politischen Wetterlage beitragen, eignet sich hierzulande ganz gut die Reflexmaschine, die anspringt, wenn irgendwer der Meinung ist, der kommunistische Teil der Geschichte sei, wie auch immer man ihn bewertet, nun einmal genau das: ein Teil dieser Geschichte.

Wie das funktioniert, lässt sich gerade beobachten. Die Chefs der Linksfraktion im Bundestag haben sich dafür ausgesprochen, eines der noch namenlosen Bürogebäude des Parlaments nach Clara Zetkin zu benennen. Andere Häuser tragen schon die Namen von Paul Löbe, Marie-Elisabeth Lüders und Jakob Kaiser. Ein weiteres soll nach dem Sozialdemokraten Otto Wels benannt werden, das scheint sicher. Und weil es auch Einvernehmen darüber gibt, dass in die Reihe der Namenspaten eine weitere Frau gehört, machten die Linken den Zetkin-Vorschlag.

Zur Begründung ist unter anderem auf ...

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