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Mehr Inflation, höhere Löhne

Simon Poelchau meint, dass die Inflation ein natürlicher Feind der Lohntüte ist

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Das mit der Inflation ist so eine Sache: In Maßen ist sie für die Wirtschaft gut. Denn weil das Geld morgen bereits weniger wert ist, geben die Menschen es lieber heute aus und kurbeln damit die Konjunktur an.

Doch was für die Wirtschaft gut ist, ist für die Angestellten meist schlecht. So ist es auch bei der Inflation. Denn die frisst die mühsam errungenen Lohnzuwächse wieder auf. Wie am Mittwoch veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamt zeigen, waren die Reallöhne im letzten Quartal 2016 deswegen nur noch um 1,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Zwar hatte die arbeitende Bevölkerung auf das ganze vergangene Jahre gerechnet nach Abzug der Inflationsrate noch recht stattliche 1,8 Prozent mehr Lohn in der Tasche. Doch liegt das vor allem daran, dass die Inflationsrate im ganzen Jahr mit 0,5 Prozent äußerst gering war. Solche Raten wird es dieses Jahr vermutlich nicht mehr geben. Denn seit Ende 2016 normalisiert sich die Inflationsrate wieder in Richtung zu dem von der Europäischen Zentralbank anvisierten Wert von knapp unter zwei Prozent. Und das wird eben auch die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung schmälern, wenn nicht gegengesteuert wird.

Insofern sollten die Gewerkschaften bei den kommenden Tarifauseinandersetzungen im Kopf behalten, dass die Inflation ein natürlicher Feind der Lohntüte ist, und gerne mal etwas mehr für die Beschäftigten fordern.

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