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CDU lehnt Ehe für alle ab

Kulturkampf im Kanzleramt: Union lehnt vor Koalitionsgipfel die Forderung der SPD ab, die Ehe zu öffnen

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Für Martin Schulz wird es ernst. Nach langem Zögern hat sich der SPD-Chef und Kanzlerkandidat kürzlich dazu entschieden, am Mittwochabend doch am Gipfeltreffen der Großen Koalition teilzunehmen. Zunächst hatte er noch gehofft, sich mit der Teilnahme an einer Fraktionsfeier, wo der Otto-Wels-Preis für Demokratie verliehen wird, aus der Affäre ziehen zu können. Die Union warf ihm aber vor, er würde kneifen. Das konnte Schulz nicht auf sich sitzen lassen.

Dass er ein gewisses Unbehagen bei dem Treffen im Kanzleramt, an dem Fraktionsvorsitzende, Bundesminister und Parteichefs der Koalitionspartner teilnehmen werden, empfinden dürfte, ist nachvollziehbar. Denn hier kann Schulz fast nichts gewinnen und er muss den kleineren Partner repräsentieren. Bei der Wahl 2013 lag die Union fast 16 Prozentpunkte vor der SPD. Schulz hat seine Partei nun in kurzer Zeit in den Umfragen nahe an die Konkurrentin herangeführt. Dass man ihn innerparteilic...


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