Rendezvous mit »Moby Dick«

Wal-Safari und Nordlichter auf den winterlichen Lofoten. Von Manfred Lädtke

  • Von Manfred Lädtke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Vor 191 Jahren trat auf den Lofoten ein junger Skandinavier seinen Dienst als Amtmann an. Als er die grauen Berge sah, soll er ins Tagebuch notiert haben: »Hier kann die Vorstellung von Schönheit nur als Entbehrung aufkommen …« Heute sehen jährlich rund 200 000 Touristen das felsige Eiland mit anderen Augen. Die 150 Kilometer lange Lofoten-Bergwand und »Moby Dick« sind die beliebtesten Fotomotive in der norwegischen Inselwelt.

Für einen Moment sieht das Hafenstädtchen Svolvaer aus, wie im Urlaubsprospekt. Unter dem hellblauen Himmelsdach spiegeln sich rote Fischerhäuser im Wasser. Dem Blick über das Meer stellen sich hier und da nur Schnee betupfte schroffe Felstürme in den Weg. Plötzlich schieben sich finstere Wolken über den Hafen der Insel Austvägoy. So hurtig wie das Regendunkel kommt, macht es der Sonne wieder Platz. Wer im Winter Norwegens vorgelagerte Inselkette besucht, den erwartet ein Energiezentrum der Natur mit launisc...

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