OSZE befürchtet Unregelmäßigkeiten bei Abstimmung

Im kurdischen Teil der Türkei wird die Bewegungsfreiheit der Wahlbeobachter wahrscheinlich eingeschränkt. Von Roland Etzel

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wird es am 16. April in der Türkei eine faire Abstimmung geben? Die türkische Staatsführung empfindet bereits diese besorgt geäußerte Frage als Provokation. Jedenfalls geben sich die Abgesandten von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in deutschen Fernseh-Talkshows stets äußerst entrüstet, wenn sie darauf angesprochen werden. In Ankara hat man die Brisanz des Problems aber sehr wohl erkannt und versucht, möglichst offensiv damit umzugehen.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte bereits im Vorjahr, als erste Mitteilungen über das geplante Referendum die Runde machten, ihr gesteigertes Interesse signalisiert, die Abstimmung an möglichst vielen Orten aus der Nähe beobachten zu wollen. Erdogan hat sich bei dem Thema für sich selbst offenbar Kreidefressen verordnet. Jedenfalls zeigt er sich bemüht, in sehr viel aufgeräumterem Ton als sonst von ihm gewohnt die von vielerlei Seiten geäußerten Besorgnisse für...

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