Werbung

Ziel ist die vorbildliche Wassermetropole

Nach kanadischem Beispiel soll sich die Hauptstadt in die Reihe der sogenannten »Blue Communities« einreihen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Maude Barlow ist als Trägerin des alternativen Nobelpreises bekannt. Die Kanadierin war am vergangenen Mittwoch zur ersten gemeinsamen Veranstaltung der Berliner SPD-, Links- und Grünenfraktion eingeladen. Das Thema: Wasser. Vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Krisen schilderte Barlow den nach wie vor vorhandenen Mangel am Zugang zu Trinkwasser für Millionen von Menschen und die steigende Gefahr von Dürren und Wassermangel in Europa in Folge des Klimawandels. Dies führt, so Barlow, auch in Deutschland zukünftig zu Problemen. Daher müsse das Gut Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut gesichert werden.

Ein Weg dahin ist das von Barlow zunächst in Kanada angestoßene Projekt »Blue Community« (Blaue Gemeinschaft). Bei dem verpflichten sich Städte, Kommunen, aber auch Vereinigungen zu drei Prinzipien: der Anerkennung des Zugangs zu Wasser als Menschenrecht, dem Verbleib der Wasserver- und Abwasserentsorgung in öffentlicher Hand sowie der Förderung des Konsums von Leitungswasser statt Flaschenwasser. In Kanada sind bereits 19 Städte »Blue Communities« geworden, auch erste europäische Städte wie Bern und Paris sind die notwendige Selbstverpflichtung eingegangen.

»Eine ›Blue Community‹ kann sicherstellen, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner den gleichen Zugang zu sicherem, reinen Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung erhalten«, sagt Barlow. Das Label diene als stolzes Zeichen einer Gesellschaft, für Wasser als Menschenrecht einzutreten. Eine »Blue Community« könne zudem »Wassersparen, Aufbereitung, Wiedernutzung und Grundwassersicherung fördern in einer Form, wie private Unternehmen es nicht tun«. Diesbezüglich verwies Barlow wie die Vertreter der rot-rot-grünen Fraktionen auf die erfolgte Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe als wichtigen Schritt. Viele konkrete Vorschläge, wie Berlin sich an dem Projekt beteiligen könnte, gab es auch aus dem Publikum der mit 80 Menschen gut besuchten Veranstaltung. Sowohl der Vertreter der Berliner Wasserbetriebe, Jens Feddern, als auch die zahlreich erschienenen Aktivisten von Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen diskutierten über die Vorteile von Leitungs- gegenüber Flaschenwasser und über wichtige weitere Schritte zur Verbesserung der Berliner Wassersituation. Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz kündigte an, mit dem Regierenden Bürgermeister über das Thema zu sprechen. Maude Barlow zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch: »Berlin könnte nach der Rekommunalisierung erneut eine Vorreiterrolle einnehmen«, sagte sie.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen