Robert D. Meyer 02.04.2017 / Politik

Thüringer Polizei nach Pfeffersprayeinsatz in Erklärungsnot

Beamte greifen brutal gegen jugendliche »Thügida«-Blockierer durch / LINKE fordert Gesetz gegen den »inflationären Reizstoff-Einsatz«

Ein Aufmarsch des rechtsradikalen »Thügida«-Bündnisses am Freitag im thüringischen Sonneberg hätte wohl kaum überregionale Beachtung bekommen, wäre die Polizei nicht mit offensichtlich großer Härte gegen eine Gruppe von Gegendemonstranten vorgegangen, weshalb sich inzwischen sogar Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) in den Vorfall einschaltete.

Was war passiert? Die etwa 70 rechtsradikalen »Thügida«-Anhänger hatten am Freitagabend bereits etwa die Hälfte ihres Aufmarsches durch Sonneberg absolviert, da wurde der rechte Aufzug von der Polizei abrupt gestoppt. Grund dafür war eine Sitzblockade von etwa einem Dutzend Gegendemonstranten, die den Aufmarsch dadurch zumindest zeitweise behindern wollten.

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