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Europäer stehen in der ersten Reihe

Landgrabbing mit direkter und indirekter Beteiligung

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

China, Saud-Arabien, Katar: Wenn von Landgrabbing die Rede ist, fallen meist diese Namen und europäische Akteure sind außen vor. Haltbar ist das spätestens seit 2016 nicht mehr: Eine vom Europäischen Parlament in Auftrag gegebene Studie des niederländischen Institute for Social Studies (ISS) und der Menschenrechtsorganisation FIAN kam nach einer umfassenden Bestandsaufnahme zur Beteiligung europäischer Firmen und Finanzakteure beim globalen Landgrabbing zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Rolle Europas bei Landnahmen und Menschenrechtsverletzungen wird weit unterschätzt.

Europäische Akteure haben sich laut der Studie in 323 Fällen 5,8 Millionen Hektar Land außerhalb Europas angeeignet, wobei die Autoren dies nur als die Spitze des Eisberges vermuten. Und es sind beileibe nicht nur profitgierige private Investoren in den Landraub verwickelt, sondern auch staatliche Akteure wie die deutsche Entwicklungsbank DEG oder staatliche Pensionsfond...


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