Sebastian Weiermann 04.04.2017 / Kommentare

Der Verfassungsschutz hat zugeschaut

NSU-Bericht: Mehr als 1000 Seiten zu Taten in Nordrhein-Westfalen, Strukturen der Naziszene und das Handeln der Behörden

In den vergangenen zwei Jahren habe ich fast jede Sitzung des NSU-Ausschusses im Düsseldorfer Landtag verfolgt. Ich habe Verfassungsschützern, Staatsanwälten, Polizisten, Neonazis und den Angehörigen von Opfern bei ihren Berichten zugehört. An manchen Tagen war ich erschüttert über die Inkompetenz in den Sicherheitsbehörden, Erinnerungslücken bei Beamten und dummdreiste Antworten auf Fragen der Parlamentarier. Die Aussage von Elif Kubasik, deren Mann Mehmet am 4. April 2006 vom NSU in Dortmund ermordet wurde, werde ich wohl nie vergessen. Aber das alles war für mich Arbeit. Ich beschäftige mich journalistisch mit Neonazis und der breit gefächerte Untersuchungsauftrag des Ausschusses ergab genug Anknüpfungspunkte für meine Alltagsarbeit.

Mit der Vorlage des Abschlussberichts ist das nun anders geworden. Es sind sieben Zeilen auf Seite 151 des Ausschussberichtes, die mich persönlich betreffen. Unter der Überschrift »Gewaltsame Angri...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: