Warten auf die Pandemie

TV-Kritik: Die Arte-Dokumentation »Unseen Enemy« über Epidemien

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eigentlich sollte die Dokumentation »Unseen Enemy« bloß ein historischer Abriss werden. Schon der wäre erschreckend genug ausgefallen, dafür hätte der abschließende Ausblick in die Zukunft bereits gesorgt. Dann brach während der Dreharbeiten Ebola in Westafrika aus. Aus einem eher theoretischen Film über eine mögliche zukünftige Gefahr durch globale Epidemien wurde auf einen Schlag eine brandaktuelle Notstandswarnung. Und bevor die Ebola-Epidemie noch ganz abgeklungen (oder der Film abgedreht) war, drängte sich mit dem Zika-Virus eine neue weltweite Bedrohung ungeborener Leben in die öffentliche Aufmerksamkeit.

»Unseen Enemy« ist eine Doku, die ihr Thema im Titel trägt: ein Film über einen Feind, den man nicht sieht - bis er zum biologischen Massenmord ansetzt. Ein Film darüber, was man tun muss, wenn dieser Feind zuschlägt. Noch mehr aber über das, was man tun sollte, bevor es dazu kommt. SARS, MERS, Vogelgrippe: Die nächste Pandemie k...

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