Werbung

Wendland

Lexikon der Bewegungssprache

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In ganz Deutschland gibt es vier Jahreszeiten. Im Wendland gibt es fünf! Wenn der Atommüll im Castorbehälter zum Zwischenlager nach Gorleben gebracht werden soll, rücken Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet ein. Auch Atomkraftgegner kommen aus der ganzen Republik und versuchen, den Transport zu blockieren. Unterstützt werden sie dabei von den Anwohnern, an deren Häusern das gelbe Protestsymbol, das X, zu sehen war. Der Protest richtet sich gegen die noch immer nicht ad Acta gelegten Pläne zur Errichtung eines Endlagers, das viele als unsicher empfinden, und gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Das Wendland liegt im Osten von Niedersachsen, die Region ist dünn besiedelt. Das war womöglich ein Grund, weshalb einst Gorleben als möglicher Endlagerstandort ausgesucht wurde. Außerdem liegt das Wendland direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, was für die regierenden Politiker in Westdeutschland sehr praktisch war - schließlich wurden sie nicht von DDR-Bürgern gewählt. Bereits errichtet wurde im Jahr 1995 ein Zwischenlager in Gorleben. Hierhin rollten bisher 13 Transporte mit hoch radioaktivem Atommüll, begleitet von erbittertem Widerstand. Um den Konflikt zu entschärfen, wurden 2011 die Fuhren vorerst eingestellt. Seitdem ist das Wendland nicht mehr der größte Kristallisationspunkt der Anti-Atom-Bewegung, könnte es aber jeder Zeit wieder werden. Und die Region hat Geschichte geschrieben, Atom-Ausstiegsgeschichte. fwe

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken