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Die Stimmung in Frankreich wird zunehmend rassistischer

Der Politologe Kolja Lindner über den Präsidentschaftswahlkampf, wachsende Homophobie und die Fehler der Linken

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Herr Lindner, erwarten Sie in zwei Wochen ein »politisches Erdbeben« - vergleichbar mit dem von 2002, als Jean-Marie Le Pen in den zweiten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen kam?
Nach dem derzeitigen Stand der Umfragen ist leider davon auszugehen, dass die Vorsitzende des rechtsextremen Front National in die Stichwahl einziehen wird.

Marine Le Pen hat sich von radikalen Positionen ihres Vaters distanziert. Das Erdbeben wäre so gesehen nicht so gewaltig.
Trotz all des Bemühens Le Pens, sich von dem kolonialen und faschistischen Erbe ihres Vaters zu distanzieren, dürfen die Kontinuitäten nicht unterschätzt werden. Nehmen wir ein Beispiel, über das im Kontext des aktuellen sogenannten Rechtspopulismus zu wenig gesprochen wird: Homophobie. Der FN war an den Protesten gegen die Öffnung der Ehe für homosexuelle Lebenspartnerschaften im Winter 2012/13 beteiligt - selbst wenn er inzwischen mit gegen Muslime gerichteten Sl...


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