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Vom Fußballplatz ins KZ

Das Leipziger Theater der Jungen Welt erinnert mit dem Stück »Juller« an den jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch

  • Von Ullrich Kroemer, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Auf der großen Bühne des Theaters der Jungen Welt (TdJW) in Leipzig sind Tribünenteile mit vereinzelten roten und schwarzen Sitzschalen aufgebaut, wie in einem Fußballstadion. Als die Beleuchter die Kulisse in warmes Licht tauchen, werden auf der Stadionmauer dahinter Einschusslöcher sichtbar. Auf dem Mauerrand sind altertümliche Lautsprecher in Tütenform angebracht, wie man sie von alten Fußballstadien kennt - und wie sie auch in Konzentrationslagern angebracht waren, wo Grammophonmusik Schreie der Insassen und Schüsse übertönen sollten.

Das Bühnenbild bietet die Kulisse für den schweren Spagat zwischen Fußballplatz und KZ, den die Leipziger Theatermacher um Intendant und Regisseur Jürgen Zielinski in dem Stück »Juller« versuchen. Protagonist der Inszenierung ist der deutsch-jüdische Nationalspieler Julius Hirsch.

Hirsch, den sie nur »Juller« nannten, war zu Beginn des Jahrhunderts einer der ersten deutschen Fußballstars, Na...


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