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Erzählen, was die Leute nicht wissen

Zum 100. Geburtstag Johannes Bobrowskis sind nun auch die Briefe erschienen

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Er war beinahe dreißig Jahre tot, als man in Marbach fragte: Bobrowski - »Wer ist denn das?« Da war er, von der treuen Schar der Bewunderer abgesehen, fast vergessen. Damals, im Mai 1993 (im Jahr darauf auch in Berlin), holte ihn das Literaturarchiv auf der Schillerhöhe für Monate in einer opulenten Ausstellung ins Gedächtnis der Nachwelt zurück. Vier Jahre zuvor, 1989, als die Mauer noch stand, hatte Freund Christoph Meckel sein Erinnerungsbüchlein von 1977 noch einmal herausgegeben und in einer Fortsetzung von drei Druckseiten geschrieben: »Ein unverrückbarer Name in der DDR, ein Klassiker dort, versenkt in die Literatur, ein deutsches Standbild, das der Gesellschaft gehört - vor allem ein Autor, der viel gelesen wird … Im westlichen Deutschland weiterhin kaum verbreitet, ein großes, altes Möbel der Poesie, von Doktoranden und Spezialisten beansprucht, ein Fall von Dichtung, der nicht in die Zeit gehört. Die junge Generation kennt ka...


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