Werbung

Heiligendamm

Lexikon der Bewegungssprache

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn sich die Staatschefs der mächtigsten Industriestaaten treffen, dann dürfen sie nicht gestört werden. Jedenfalls nicht von linken Demonstranten. Und deswegen trifft man sich oft abgeschottet - entweder direkt am Meer oder hoch in den Bergen. Im Jahr 2007 lud Bundeskanzlerin Angela Merkel zum G8-Treffen nach Heiligendamm an der Ostsee. Acht Jahre später war es dann das Schloss Elmau in Bayern. Für die globalisierungskritische Bewegung sind die Gipfel ein wichtiger Kristallisationspunkt. Hier lassen sich die abstrakten Probleme der kapitalistischen Globalisierung herunterbrechen und personalisieren. Und man hat einen Ort, an dem man protestieren kann.

Heiligendamm war der erste G8-Gipfel in Deutschland nach dem brutalen Vorgehen der Polizei in Genua 2001. Die globalisierungskritische Bewegung war gerade in einer Hochphase. Zur Anti-G8-Demonstration am 2. Juni 2007 gingen in Rostock Zehntausende auf die Straße, dabei gab es auch Randale. Die Polizei veröffentlichte falsche Zahlen zu angeblich schwer verletzten Beamten, wie der Leiter der Pressearbeit später einräumen musste. Viele Aktivisten übernachteten auf selbstorganisierten Camps, jeden Tag gab es irgendwo Protestaktionen zu allen die G8-Politik betreffenden Themen. Als die Regierungschefs einflogen, startete »Block G8«: Der Tagungsort wurde quasi von außen belagert. In Erinnerung blieben die bunten Bilder von Demonstranten, wie sie in der prallen Sommersonne Polizeiketten durchfließen und über die Felder in Richtung Heiligendamm zogen. fwe

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken