Hürden der Integration

An Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus Einwandererfamilien ist das Engagement der Eltern besonders gering

  • Von Thomas Gesterkamp
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Elternabend: Rund zwanzig Erwachsene sitzen im Klassenraum auf nicht allzu bequemen Holzstühlen. Die Bitte der Lehrerin um Interessenten für das Amt des Elternratsvertreters verhallt ohne Resonanz. Als sie nach »Freiwilligen« sucht, die bei der Vorbereitung des Schulfestes helfen können, gehen immerhin ein paar Arme hoch. Weit hinten sitzen zwei Frauen mit Kopftuch, Mütter von Schülerinnen, die zu den besten der Klasse zählen. Sie beteiligen sich nicht an der Diskussion. Beherrschen sie die Sprache nicht gut genug, sind sie gar Analphabeten? Oder ist es die Institution Schule selbst, die ihr Engagement bremst oder gar verhindert?

Frankfurt-Fechenheim, eine eher unwirtliche Gegend im Osten der Bankenstadt, Richtung Hanau und Offenbach. Nichts erinnert an das nur wenige Kilometer entfernte Zentrum der Hochfinanz. An der Heinrich-Kraft-Schule gibt es das Fach Türkisch als »herkunftssprachlichen Unterricht«. Viele Kinder kommen aus Mi...


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