Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Lest den Armutsbericht. Trotzdem.

Über Zahlen, ohne die sich demokratisch nichts verändern lässt. Und was man bei aller Kritik an der Schönfärberei der Regierung nicht vergessen sollte

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Der jüngste Armutsbericht hat zu recht zu übersichtlichen Aufstellungen in der Meinungslandschaft geführt. Die einen werfen dem Papier Schönfärberei vor und verlangen angesichts der auf über 700 Seiten dann ja doch aufgelisteten sozialpolitischen Missstände deutlichere Reaktionen der Politik.

Die nächsten stehen staatlicher Intervention ohnehin skeptisch gegenüber, Motto: der Markt wird es schon richten, und stehen sogar noch den im Bericht ausführlich dokumentierten Armutsstatistiken skeptisch gegenüber - im Hinterkopf lauert der Gedanke, hier werde Schwarzmalerei zu politischen Zwecken betrieben.

Es gibt noch eine dritte Gruppe, aber die scheint nicht besonders groß zu sein - und hier liegt ein Problem: Der Armutsbericht ist zwar Gegenstand medial-politischer Auseinandersetzungen, aber er wird kaum von Leuten gelesen. Die Debatte darum dürfte die Lust dazu noch merklich verringert haben.

Und das ist vor allem aus der P...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.