Berliner Syrer verurteilen Trumps Raketenangriff

Geflüchtete über Rakentenangriff: »Demokratie lässt sich nicht militärisch herbeizaubern«

  • Von Marina Mai
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit dem Raketenangriff auf Syrien vor einer Woche hat sich Donald Trump unter den in Berlin lebenden Syrern nur wenig Freunde gemacht. »Natürlich sind die Berliner Syrerinnen und Syrer selten einer Meinung. Aber Jubelschreie habe ich keine gehört«, sagt eine ehemalige Oppositionspolitikerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. »Fast alle meiner Landsleute lehnen den Schritt von Trump ab. Die wenigen, die ein wenig Hoffnung haben, dass der Militärschlag die Islamisten, Baschar al-Assad oder sogar Putin schwächen könnte, reagierten sehr verhalten, weil sie Trump mit Skepsis begegnen«, sagt die Kurdin. »Dabei begrüßen viele Syrer und syrische Kurden eigentlich jeden Schritt, der den Diktator Assad und die Islamisten schwächt.« Doch Donald Trump könne sie als Assad-Gegner nicht wirklich ernst nehmen. »Und das nicht nur wegen seines irrationalen Hasses auf Moslems. Trump handelt spontan, unüberlegt, undiplomatisch, setzt einsei...


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