Gedenkhain für deportierte Juden

Am alten Gleis 69 des Güterbahnhofs Moabit wurde die erste von 24 Kiefern gepflanzt

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Eingeklemmt zwischen einem Baumarkt und einer Kaufhalle führt im Bezirk Mitte ein alter gepflasterter Weg von der Quitzowstraße zur Ellen-Epstein-Straße. Hier verliefen früher die Gleise 69, 81 und 82 des Güterbahnhofs Moabit. Von dort sind in den Jahren 1942 bis 1944 rund 32 000 Berliner Juden unter anderem in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz deportiert worden. Nur wenige überlebten. Zu denen, die im Oktober 1942 am Güterbahnbahnhof Moabit abfuhren, gehörte auch die Pianistin Ellen Epstein, die wenige Tage später am Ziel in Riga ermordet wurde.

Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg etwa 50.000 Berliner Juden deportiert. Mit 32.000 Betroffenen ist Moabit der wichtigste Bahnhof für diesen schlimmen Zweck gewesen, bedeutender also auch als der Bahnhof Grunewald, von dem man das lange gedacht hatte und wo sich das bekannte Mahnmal Gleis 17 befindet. Die Forschung klärte diesen Irrtum erst spät auf.

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