Die Verräter haben recht

DDR-Dramatik am Berliner Ensemble: Brasch, Müller, Braun

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Was ist utopisch? Jene beißende Frage nicht zu scheuen, die uns selber in frage stellt - das ist utopisch. Utopisch ist also der unerbittlich ehrliche Blick auf unser größtes Elend: nicht begreifen zu wollen, dass Dialektik wehtut. Weh tut alles, was an den Kern unserer Kräfte geht, um sie freizulegen. Der Kern unserer Kräfte: die Trägheit in uns, die Tatgier in uns. Der Feind ist nie der andere, der Feind bist du dir selber. Sieh dich doch an: zu klein für die große Idee, zu groß für den Respekt vor den kleinen Abmessungen, zu furchtlos im Vorwärts, zu feige für den Rückzug. Der Mensch räumt auf, räumt ab, räumt um - nur, um nicht einräumen zu müssen: Er selber ist es, der sich im Wege steht.

Drei Texte dreier deutscher Dichter als Beleg. »Sindbad und Kassandra« (aus dem Stück »Papiertiger«) von Thomas Brasch, »Der Mann im Fahrstuhl« (aus dem Stück »Der Auftrag«) von Heiner Müller, »Der Eisenwagen« (aus dem Stück »Lenins Tod«) vo...

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