Ian King, London 21.04.2017 / Politik

Tory-Minister will Tony Blair schützen

Anklage gegen britischen Ex-Premier wegen Entfesselung eines Aggressionskrieges soll verhindert werden

Toni Blair in Bagdad, 2006

Jahrelang munkelte man im rechten Flügel der Labour-Partei, ihr Chef Tony Blair sei ein kaum noch verkappter Konservativer. Die britisch-amerikanische Irak-Invasion schien den Kritikern Recht zu geben - Blairs bedingungslose Unterstützung verhalf US-Präsident George W. Bush zur Wiederwahl und kostete Irak Hunderttausende Tote. Nun zeigt sich die heutige Tory-Regierung dankbar: Ihr Minister Jeremy Wright will in seiner Funktion als Generalstaatsanwalt für England und Wales vor Gericht die juristische Verfolgung des Ex-Premierministers verhindern.

Vorausgegangen waren parlamentarische Versuche des Abgeordneten Adam Price, Blair wegen Entfesselung eines Angriffskrieges zur Verantwortung zu ziehen. Da Price jedoch im Parlament die Minifraktion der Walisischen Nationalisten vertritt, war dieser Plan von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Nach Veröffentlichung des Chilcot-Berichts zum Feldzug gegen Irak im Jahr 2016, der eine eind...

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