Bernard Schmid, Paris 21.04.2017 / Politik

Wahlen als Sprungbrett

Radikale Linke in Frankreich orientieren sich stärker auf künftige soziale Kämpfe / Ihre KandidatInnen haben ohnehin keine realistische Chance

Zahlreiche Kandidaten treten zur Präsidentschaftswahl an

Einem breiten französischen Publikum bekannt wurden die Präsidentschaftsanwärter der radikalen Linken durch die große Fernsehdebatte Anfang April. An dieser nahmen alle elf KandidatInnen teil, also auch die Lehrerin Nathalie Arthaud von der trotzkistischen Aktivistenpartei Lutte Ouvrière (LO, Arbeiterkampf) und der Automobilarbeiter Philippe Poutou, Kandidat der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA). Die radikale Linke, die abgesehen von einigen kommunalen Mandaten vor allem außerparlamentarisch organisiert ist, hat es jedoch in diesem Jahr relativ schwer. Der Linkssozialist Jean-Luc Mélenchon zieht deren Klientel zum Großteil an, obwohl er eher ein sozialstaatlich orientierter konsequenter Keynesianer als ein marxistischer Revolutionär ist. Dennoch wussten sich Arthaud und Poutou bei der TV-Debatte zu behaupten.

Vor allem die scharfen Angriffe von Poutou auf den Konservativen François Fillon wegen der Scheinbeschäftigungsaffäre...

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