Dating für Nachbarn und Geflüchtete

Neues Integrationsprojekt in Marzahn-Hellersdorf

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Ganz bewusst wählte die Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE) für den Beginn des Projektes den Standort Marzahn-Nordwest aus. In diesem Gebiet rund um die Havemannstraße steht Berlins erste Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF). Und hier bestehen bereits Flüchtlings- und Nachbarschaftsinitiativen. »Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften«, so der komplette Name des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen initiierten Programms.

Im Kern geht es darum, neue und alte Nachbarn zu aktivieren, gemeinsame Aktionen durchzuführen sowie die nachbarschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. »BENN unterstützt vorhandenes Engagement, vernetzt Akteure und bezieht Einrichtungen vor Ort mit ein«, sagt Lompscher. Konkret bedeutet das: Vor-Ort-Teams dienen als Ansprechpartner für Nachbarn, organisieren Beteiligungsprozesse und initiieren neue Netzwerke und Kooperationen.

20 Standorten im Umfeld von großen Flüchtlingsunterkünften sind geplant. Bis Ende 2017 nimmt BENN in elf Kiezen die Arbeit auf, 2018 startet das Projekt an neun weiteren Stellen in der Hauptstadt. Neben Marzahn-Hellersdorf gehören Treptow-Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Spandau, Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg dazu.

Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Städtebauförderungsprogamms Soziale Stadt und des Investitionspaktes »Soziale Integration im Quartier«. Nach Auskunft der Senatorin stehen dafür zunächst rund 5,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die BENN-Teams erhalten Sach- und Honorarmittel, um Ideen umzusetzen, die die Begegnung und den Dialog fördern. »Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl wollen wir dadurch stärken, und mögliche Ängste und Vorbehalte abbauen«, erklärt Gabriele Geißler, Geschäftsführerin von »Kiek in«. Der Verein ist seit vielen Jahren in Marzahn-Nordwest aktiv und unter anderem Träger des Quartiersmanagements.

Susanne Gontard, Sprecherin des Quartierrats, engagiert sich schon lange ehrenamtlich in Marzahn. Von BENN erhofft sie sich ein »noch besseres Miteinander«. Beispielsweise mittels Nachbarschaftsfesten, »bei denen man sich besser kennenlernt.«

Janna Völpel, Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße, lobt das Engagement der Ehrenamtlichen, die bereits jetzt mehrmals pro Woche in die Unterkunft mit den rund 400 Flüchtlingen kommen. Das sieht auch Gabriele Geißler so: »Genau dieses Potenzial wollen wir mit Hilfe des neuen Projektes weiter ausbauen.« Das stoße in Marzahn-Nordwest aber nicht nur auf ein positives Echo. »Aber wir suchen mit jedem das Gespräch, denn nur dadurch werden Vorbehalte und Ängste abgebaut«, ist sie überzeugt. Und sie betont, alle Angebote, die es bislang für die Anwohner gibt, beispielsweise im Nachbarschafts- und Familienzentrum, blieben auch künftig erhalten.

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