Ausbildungsziel Küstenwachpirat

Das Drama vor Libyen - mit wem die EU gegen die Flüchtlinge im Mittelmeer gemeinsame Sache macht

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Libyen ist eines der wichtigsten Transitländer für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Nach Angriffen westlicher Staaten auf das souveräne Land, die 2011 mit dem Sturz des damaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi endeten, versank Libyen in Chaos und Anarchie. Es gibt keine funktionierende Zentralregierung, Milizen haben die regional aufgesplitterte Gewalt. Menschen aus Westafrika, aus Gambia, Nigeria, Senegal, aus Eritrea oder Bangladesch sehen das Land als Ausgangspunkt für ihre Flucht nach Europa.

Seit Jahresbeginn gelangten rund 24 000 Menschen über das Mittelmeer nach Italien. Doch die Überfahrt ist teuer. Die Flüchtlinge sind in ein brutales Ausbeutungssystem gepresst. Berichtet wird von Sklavenmärkten. Migranten werden in Libyen als Arbeitskräfte verkauft, Frauen als Sexsklavinnen benutzt. Viele kommen direkt aus Gefängnissen auf den Markt. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sind 20 000 Migranten inhaftiert. ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.