Nicht in den Himmel wachsen

Der Ökonom Alberto Acosta stellt das indigene Modell des »Guten Lebens« vor

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie kommen wir zu einem anderen Verständnis von gutem Leben - jenseits des wirtschaftlichen Wachstums? Das Konzept des »Buen Vivir« versucht dieser Frage zu antworten.

Die Idee ist nicht neu: Grenzen des Wachstums, Degrowth oder Postwachstum - Es gibt viele Ansätze, um Alternativen zur dauernden Steigerung der Wirtschaftsleistung und zur übermäßigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zu beschreiben. Neue Inspirationen kamen in den letzten Jahren auch aus Lateinamerika.

In Ecuador ist die indigene Bewegung recht einflussreich. In der Vergangenheit sorgte sie immer wieder dafür, dass das Land durch Generalstreiks lahmgelegt wurde oder Präsidenten abtreten mussten. Indigene Gruppen Ecuadors verteidigen seit Jahrzehnten den Regenwald gegen Erzabbau und Ölförderungen, betrieben durch ecuadorianische Regierungen und internationale Konzerne.

Alberto Acosta ist prominenter lateinamerikanischer Verfechter des Lebensentwurfes n...

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