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Wenn Frauen hauen und stechen

Männerhäuser bieten Schutz, aber es gibt nur wenige - in Niedersachsen schließt jetzt eines

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit dem Nudelholz steht die Ehefrau hinter der Tür, bereit, dem heimkehrenden Mann einen schmerzhaften Empfang zu bereiten: ein beliebtes Motiv für Karikaturen, eine Witzblattszene, die zumeist belächelt wird. Denn, so die weit verbreitete Meinung, Männer lassen sich »sowas« nicht gefallen, hauen zurück, brauchen kein Männerhaus.

Andere Erfahrungen hat das Team des Männerhauses in der niedersächsischen Harzstadt Osterode. »Allein im vergangenen Monat hatten wir Anfragen von neun Betroffenen, die bei uns Schutz vor Gewalt suchten«, berichtet Ralf Milnikel, Leiter der Einrichtung. In ihr finden Männer vorübergehend Aufnahme, können sich von Fachleuten auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben beraten lassen. Erst seit 2014 bietet der Verein »GleichStark« diese Hilfen im Männerhaus, doch schon soll es wieder geschlossen werden. Ein Ausschuss des Kreises Göttingen, zu dem Osterode gehört, betrachtet das Hilfsangebot kritisch. Das Gremium ...


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