Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Der Ausverkauf Griechenlands muss aufhören

Simon Poelchau ärgert sich, dass der Hafen von Thessaloniki privatisiert wird

Und schon wieder wird ein Stückchen Griechenland privatisiert. Diesmal wird der Hafen von Thessaloniki vermutlich an eine Investorengruppe unter deutscher Führung verpachtet. Dass das deutsche Kapital damit nur Nutzungsrechte am zweitgrößten Hafen Griechenlands, nicht aber auch am größten bekommt, weil der Hafen von Piräus bereits an China ging, dürfte wohl als Betriebsunfall gewertet werden.

Von der Politik erhielt die Wirtschaft zumindest stets reichlich Hilfe. Nicht nur, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Poker um Kredite für Athen einen Privatisierungsfonds durchsetzte. Auch Hessens Landeschef Volker Bouffier intervenierte schon mal höchstpersönlich, damit die Flughafenbetreiber von Fraport sich 14 griechische Flughäfen unter den Nagel reißen konnten. Denn die Forderungen der Kreditgeber nach einer rigorosen Privatisierungspolitik waren nicht allein von neoliberaler Ideologie getrieben, sondern auch von massivem Eigeninteresse, dem eigenen Kapital das eine oder andere Schnäppchen zuschanzen zu können.

Zur Abtragung des griechischen Schuldenberges tragen diese Deals so gut wie gar nicht bei. Die einst angepeilten 50 Milliarden Euro Privatisierungserlöse werden nicht im Ansatz erreicht. Sollten sie wahrscheinlich auch nie, sonst hätte es wohl auch keine Schnäppchen gegeben.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln