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Zu niedriger Blutdruck kann schädlich sein

Mannheim. Ein möglichst niedriger Blutdruckwert ist bei Patienten mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko nicht unbedingt das optimale Behandlungsziel. Sinkt der Blutdruck unter einen bestimmten Wert, steigt das Herz-Kreislauf-Risiko wieder an, zeigt eine neue Studie. Auch in der Bluthochdrucktherapie sei deshalb ein individualisierter Ansatz wünschenswert, sagten Herz-Spezialisten auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in der letzten Woche in Mannheim. Aktuelle wissenschaftliche Leitlinien empfehlen einen systolischen Blutdruckzielwert von unter 140 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), machen aber keine Vorgaben, wie niedrig der Blutdruck sinken sollte oder darf. Die Analyse der beiden Großstudien Ontarget und Transcend mit 30 940 Hochrisiko-Patienten zeigt, dass bei Personen, die eine Systole unter 120 mmHg erreichten, die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um 29 Prozent stieg im Vergleich mit denjenigen, die zwischen 120 und 140 mmHg lagen. nd

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