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»Defensive« Drohung

USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

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Seoul. Inmitten wachsender Spannungen im Konflikt mit Nordkorea haben die US-Streitkräfte früher als erwartet mit dem Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) seien am Mittwoch auf ein Gelände in der Ostprovinz Nord-Gyeongsang gebracht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Bei Protesten von Hunderten Anwohnern und Mitgliedern von Bürgergruppen gegen den unangekündigten THAAD-Transport habe es Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, berichteten südkoreanische Sender. Nach Angaben der Gruppen gab es etwa zehn Verletzte.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington sagte, die USA arbeiteten mit Südkorea zusammen, um die Aufstellung des »defensiven« THAAD-Systems so schnell wie möglich abzuschließen. Dessen Einsatz diene dazu, Südkorea vor Bedrohungen durch nordkoreanische Raketen zu verteidigen.

Nach Angaben der US-Marine hielten amerikanische Kriegsschiffe am Mittwoch zur selben Zeit Seeübungen mit den südkoreanischen und japanischen Seestreitkräften in Gewässern westlich der koreanischen Halbinsel sowie westlich von Japan den zweiten Tag in Folge ab.

Die zuständige US-Flotte berichtete außerdem von Luftübungen japanischer und US-amerikanischer Kräfte über dem Philippinischen Meer. Daran nahmen von US-Seite Flugzeuge teil, die auf dem Flugzeugträger »USS Carl Vinson« stationiert sind. Dem TV-Sender Fox hatte Trump mit Blick auf Nordkorea gesagt: »Wir schicken eine Armada, sehr schlagkräftig.« Am Dienstag war das atomgetriebene Raketen-U-Boot »USS Michigan« im südkoreanischen Hafen Busan eingetroffen. dpa/nd

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