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Walpurgisnacht, DGB und Anti-AfD

Rund um den 1. Mai gibt es in Berlin zahlreiche Demos und Veranstaltungen

Der 1. Mai in Berlin ist traditionell auch ein Festtag - über die ganze Stadt verteilt gibt es Straßenfeste und Veranstaltungen. Viele Berliner versammeln sich auch einfach an See und in den Parks zum Picknick. Zudem locken zahlreiche politische Veranstaltungen auf die Straße. Die Wettervorhersage verspricht, dass es überwiegend sonnig sein soll und mit 15 Grad endlich etwas wärmer.

Auch in diesem Jahr gibt es in der Walpurgisnacht zahlreiche Festivitäten wie beispielsweise im Mauerpark in Prenzlauer Berg. Wer sich für die Walpurgisnacht politisch warmlaufen möchte, kann dies am Sonntag bereits um 14 Uhr vor dem räumungsbedrohten Wohnprojekt in der Friedelstraße 54 in Neukölln, wo eine Kundgebung geplant ist. Anschließend veranstaltet das linksradikale Bündnis »Organize! Selbstorganisiert gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!« eine antikapitalistische Demonstration durch den Wedding. Der Start der Manifestation ist 16 Uhr auf dem Leopoldplatz. Gegen Verdrängung und steigende Mieten in de Kiezen setzen die Veranstalter auf das Konzept der Selbstorganisierung von unten. »Wir wollen eine Stadt für uns alle. Kommt vorbei und macht mit!«, heißt es im Aufruf.

Der 1. Mai selbst beginnt traditionell mit der Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), zu der wieder Tausende erwartet werden. Der Aufzug startet gegen 9.30 Uhr am Hackeschen Markt in Mitte. Bei der Demonstration gibt es auch einen klassenkämpferischen Block. Wenige Monate vor der Bundestagswahl wollen die Gewerkschaften ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit setzen. Auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sprechen in diesem Jahr die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Elke Hannack, die DGB-Bezirksvorsitzende von Berlin-Brandenburg Doro Zinke und die aus der Türkei geflohene Gewerkschafterin Sakine Esen Yilmaz. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält ein Grußwort.Am Mittag des 1. Mai um 12 Uhr organisieren Aktivisten der »North-East Antifascists« (NEA) Proteste gegen eine Veranstaltung der AfD in Pankow. Die Rechten planen dort ein Fest im Bürgerpark. »Es ist doch eine Farce, wie eine in ihren Grundlagen arbeitnehmerfeindliche Partei sich am internationalen Tag der Arbeiter hinstellt und sich als Kümmerer und familienfreundlich darstellt«, kritisiert NEA-Sprecherin Ulrike Schönfeld. Schließlich hetze die AfD die restlichen Tage im Jahr gegen Menschen mit Migrationshintergrund, außerdem wolle sie Arbeitnehmer beispielsweise durch die Privatisierung von Versicherungen zusätzlich belasten. Auf dem Myfest in Kreuzberg lädt die HipHop-Bühne ganztägig zur »Block Party gegen Gentrifizierung und Abschiebung«.

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