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Zum Siegen verdammt

Erzgebirge Aue empfängt die Würzburger Kickers

  • Von Fabian Held, Aue
  • Lesedauer: 2 Min.

Der FC Erzgebirge Aue steht vor einem womöglich entscheidenden Spiel im Abstiegskampf der 2. Fußballbundesliga. An diesem Sonntag kommt Mitaufsteiger Würzburger Kickers. Beide punktgleichen Mannschaften sind nur dank der Tordifferenz durch zwei Tabellenplätze getrennt: Aue liegt auf Relegationsrang 16, die Gäste sind auf Platz 14. »Würzburg reist mit nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen an«, betonte FC-Trainer Domenico Tedesco. Allerdings spielten die Kickers in diesem Zeitraum auch vier Mal nur Unentschieden, haben in der kompletten Rückrunde noch keinen Sieg einfahren können.

»Es ist ein Spiel, in dem es um drei sehr wichtige Punkte geht, weil Würzburg in einer ähnlich prekären Situation steckt wie wir«, meinte Aues Kapitän und Torwart Martin Männel. Personell muss Aue auf zwei Spieler verzichten. Linksverteidiger Sebastian Hertner fehlt gelbgesperrt und wird wohl durch Fabio Kaufmann ersetzt. Zudem muss Nicky Adler wegen Wadenproblemen erneut passen. Problematisch ist auch, dass Dimitrij Nazarov, Christian Tiffert und Pascal Köpke mit jeweils vier Gelben Karten eine Sperre droht. Ein Ausfall der Leistungsträger wäre auf der Zielgeraden der zweiten Liga nur schwer zu verkraften.

Das Duell gegen Würzburg ist von zwei gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Aue fand sich zunächst schwer in Liga zwei zurecht, stand am Ende der Hinspielserie auf dem vorletzten Tabellenplatz, punktete dafür im Jahr 2017 mehr als ordentlich. Die Franken hingegen schafften einen guten Start und beendeten die Hinrunde auf dem sechsten Tabellenplatz. Doch seitdem geht für die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach kaum noch etwas. Stagnation machte sich breit. Nicht einen einzigen Sieg und gerade mal sechs Punkte konnten die Kickers erringen.

»Wir haben zu Hause sehr, sehr gute Spiele gemacht. Der Punkt gegen Hannover hat uns weiter Auftrieb gegeben«, betonte Stürmer Nazarov, der mit seinen acht Rückrundentoren großen Anteil am Aufschwung der Sachsen hat. Die Spieler sind sich einig: Es wird ein Geduldsspiel. Weil Würzburg defensiv gut steht und nur wenige Torchancen zulässt. »Es wird ein ähnliches Spiel wie gegen St. Pauli, Karlsruhe oder 1860 München«, meinte Nazarov. Gegen die Mitkonkurrenten konnte Aue alle Spiele gewinnen. dpa/ND

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