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Münchner Verwaltungsmacht

Alexander Ludewig sieht in der nächsten Saison eine schwere Spielzeit auf den FC Bayern zukommen

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 1 Min.

Dem kurzen Jubel folgte das schnelle Versprechen. »Wir werden es in der nächsten Saison besser machen«, sagte Münchens Trainer Carlo Ancelotti. Zwar hat er den FC Bayern zum fünften Meistertitel in Folge geführt. Aber trotz des Bundesligarekords ist es die schlechteste Saison der Münchner seit fünf Jahren. Erstmals seit 2011 erreichte der FC Bayern nicht das Halbfinale der Champions League. Auch im DFB-Pokal, mit zuletzt drei Siegen in den vergangenen vier Jahren, kam das vorzeitige Aus. Und in der Bundesliga profitiert der Rekordmeister zunehmend von der Schwäche anderer. Dass Borussia Dortmund hinter Aufsteiger Leipzig steht, ist nur ein Zeichen dafür.

Klar war, dass es für Ancelotti schwierig wird, das Erbe des fanatischen Perfektionisten Pep Guardiola anzutreten. Den Übergang hat er mehr schlecht als recht hinbekommen: In der Bundesliga haben die Bayern ihre Macht nur verwaltet. Und die Aussichten werden mit dem Italiener als Trainer nicht besser. Denn ein Gestalter, ein Entwickler war er noch nie. Joshua Kimmich, Kingsley Coman, Renato Sanches - junge, talentierte Fußballer, die Zukunft des Vereins, spielen unter Ancelotti keine Rolle. Selbst der pflegeleichte Thomas Müller ist ihm zu ungestüm. Stattdessen setzt er Franck Ribéry oder Arjen Robben. Aber Altbewährtes ist irgendwann nicht mehr gut genug.

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