Werbung

Küchenbrand durch Mikrowelle

Mietrechtsurteil

  • Von OnlineUrteile.de
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Mikrowellengerät einer Bremer Mieterin löste einen Brand in der Küche aus. Die Mietwohnung war bis auf Weiteres unbewohnbar. Ausziehen musste die Frau also ohnehin. Sofort kündigte sie das Mietverhältnis und verlangte vom Vermieter die 400 Euro Kaution zurück. Sie sei für das Feuer nicht verantwortlich, denn das Gerät habe immer einwandfrei funktioniert.

Die Mieterin müsse eine nicht betriebssichere Mikrowelle benutzt und so den Brand verursacht haben, meinte der Vermieter. Die Gebäudeversicherung habe den Brandschaden bis auf einen Selbstbehalt von 1000 Euro reguliert. Diesen Betrag verrechne er mit der Kaution und mit der noch ausstehenden Miete.

Dazu sei der Vermieter nicht berechtigt, entschied das Amtsgericht Bremen (Az. 17 C 68/15) und stützte sich auf das Gutachten eines Sachverständigen. Die Mikrowelle sei zwar nicht mehr neu gewesen, habe aber offenbar bis zum Brand gut funktioniert. Der Brand sei wohl in der »Schaltereinheit« entstanden. Solche Schwachstellen könnte nicht einmal ein Elektriker von außen erkennen. Da der Brand nicht auf ihr Konto gehe, habe die Mieterin kündigen dürfen, so das Gericht. Von Mietern zu verlangen, Elektrogeräte nur an den Strom anzuschließen, solange sie benutzt werden, wäre lebensfremd. OnlineUrteile.de

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen