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Werder feiert trotz Sorge um Süßkirschen

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Werder (Havel). Die teilweise empfindlich niedrigen Temperaturen im April lassen die Obstbauern rund um Werder (Potsdam-Mittelmark) um die Süßkirschen-Ernte fürchten. Die Bäume seien wegen des Frostes abgeblüht. Die Obstbauern rechnen mit einem Verlust von 95 bis 100 Prozent, wie der Werdersche Obst- und Gartenbauverein am Dienstag mitteilte. Die Sauerkirschbäume stünden hingegen in voller Blüte - für die Besucher des 138. Baumblütenfestes in Werder ein Glück. Auch die Apfelbäume seien derzeit im Aufblühen. »Die sind zum nächsten Wochenende voll da«, sagte Walter Kassin, der Vorsitzende des Vereins. Das Fest endet am 7. Mai - es gilt als größtes Volksfest in Ostdeutschland.

Nicht nur Werder leidet unter den Auswirkungen der April-Fröste. Insgesamt sind Brandenburgs Obstbauern bislang Schäden von rund zehn Millionen Euro entstanden. Die Summe könne aber noch steigen, sagte der Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg, Andreas Jende, am Mittwoch. Täglich gingen neue Meldungen ein.

»Wir rechnen mit einem Totalverlust bei Steinobst«, so Jende. Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen seien vernichtet. Bei Äpfeln seien etwa 50 bis 70 Prozent der Ernte verloren. Die Obstbauern bräuchten nun finanzielle Hilfe.

Zum Festauftakt war das Wetter in Werder immerhin angenehm. Losgegangen war es mit dem traditionellen Baumblütenball am Freitagabend. Am Wochenende war es schön geworden, sodass am Samstagnachmittag ein wahrer Besucheransturm eingesetzt hatte. »Am Sonntag ging es dann richtig zur Sache«, so Vereinsvorsitzender Kassin. Ein Trend, der am 1. Mai anhielt.

Für viele Festgäste war die Anreise mit der Bahn erste Wahl - die Bundespolizei zählte am Samstag rund 11 500 per Zug Angereiste, am Sonntag dann schon etwa 20 500. Schwere Zwischenfälle habe es nicht gegeben, das Straftatenaufkommen sei bislang auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jahr, hieß es. Die meisten der 46 Strafverfahren am langen Wochenende seien Körperverletzungsdelikte gewesen. In Werder und Umgebung registrierte die Polizei bis zum Montagabend 149 Straftaten, darunter Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen. dpa/nd

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