Perus Politik in der Glaubwürdigkeitskrise

Salomón Lerner Febres über Populismus, Egoismus und Korruption vom höchsten Staatsamt angefangen

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der peruanische Strafrichter Abel Concha hat am Mittwoch bestätigt, dass der flüchtige peruanische Ex-Präsident Alejandro Toledo durch Interpol wegen Korruption weltweit gesucht wird. Herr Professor Lerner, kaum ein Land in der Region ist neben Brasilien so stark vom Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht so betroffen wie Peru. Wie kommt das?
Die Korruption ist Teil unserer politischen Kultur und steckt tief in den Fasern unseres politischen Systems. In Peru kommt das Eigenwohl vor dem Gemeinwohl und diese Tatsache lässt sich weit bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Aber sie haben schon recht, dass dieses Ausmaß der Korruption ihresgleichen sucht, denn schließlich liegen Beweise vor, dass Odebrecht die höchsten politischen Mandatsträger bestochen hat.

Nahezu alle Präsidenten Perus der vergangenen Jahrzehnte sind mutmaßlich involviert. Neben Alejandro Toledo (2001-2006) scheinen wahrscheinlich auch dessen Vorgänger Al...


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