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Russland schließt syrische Schutzzonen für US-Kampfjets

Vereinte Nationen begrüßen Einigung in Astana / UNO-Generalsekretär fordert spürbare Verbesserungen für kriegsgeplagte Bevölkerung

Astana. Russland hat den Luftraum über den künftigen Schutzzonen in Syrien für Kampfjets der USA und ihrer internationalen Koalition geschlossen. Das stehe zwar nicht ausdrücklich in dem Memorandum über die Einrichtung der Deeskalationszonen, »aber die Flüge über diesen Territorien werden eingestellt«. Das sagte der Leiter der russischen Delegation bei den Syrien-Gesprächen in Astana (Kasachstan), Alexander Lawrentjew, am Freitag der Agentur Interfax zufolge.

Russland, Türkei und Iran hatten am Vortag beschlossen, in syrischen Rebellengebieten vier Zufluchtsorte für die kriegsgeplagte Bevölkerung zu schaffen. Die Kämpfe dort sollen ab diesem Samstag ruhen.

»Der Einsatz der Luftwaffe, vor allem von Kräften der internationalen Koalition, ist absolut nicht vorgesehen. Ob mit oder ohne Ankündigung - diese Sache ist jetzt entschieden«, sagte Lawrentjew. Die USA und ihre Verbündeten sollten Angriffe auf den Islamischen Staat (IS) in Al-Rakka, Dair as-Saur und im Euphrat-Gebiet beschränken, sagte er.

Moskau selbst hat keinen völligen Verzicht auf Luftangriffe in den Schutzzonen verkündet. Es solle zwar im Grundsatz keine Einsätze geben, Ausnahmen seien im Notfall aber möglich. In dem Gebiet ist die Al-Qaida-nahe Extremistengruppe Tahrir al-Scham stark. Auch für die syrische Luftwaffe gab Lawrentjew keine vollständige Garantie ab.

Die Vereinten Nationen haben die geplante Einrichtung von Schutzzonen im Bürgerkriegsland Syrien als ermutigend gelobt. Das Abkommen müsse jedoch tatsächlich das Los der Menschen verbessern, verlangte UNO-Generalsekretär António Guterres in New York.

Durch die Einrichtung der Zonen sollen humanitäre Helfer schnellen, sicheren und ungehinderten Zugang zu den Bedürftigen erhalten, alle Voraussetzungen für die Lieferung humanitärer Güter sollen geschaffen werden. Guterres betonte, dass die UN weiter auf einen Friedensprozess hofften. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura bereite eine weitere Runde der Genfer Syrien-Gespräche vor.

In Syrien harren Hunderttausende Menschen in belagerten Orten und Regionen aus. Millionen Männer, Frauen und Kinder leben in Regionen, die von Helfern aufgrund von Gewalt und Blockaden nur schwer zu erreichen sind. In dem sechs Jahre dauernden Krieg in Syrien kamen bereits Hunderttausende Menschen ums Leben. Agenturen/nd

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