82 entführte Schulmädchen frei

Tausch mit Boko Haram in Nigeria

Abuja. Nach mehr als drei Jahren in der Gewalt islamistischer Entführer können 82 Schulmädchen aus Nigeria endlich zu ihren Familien zurückkehren. Die dschihadistische Terrorgruppe Boko Haram ließ die Mädchen im Tausch gegen eigene Kämpfer am Wochenende frei. Der Austausch war in Verhandlungen unter internationaler Vermittlung vereinbart worden. Die Mädchen gehören zu einer Gruppe von mehr als 200 Schülerinnen, die 2014 in der Stadt Chibok entführt worden waren.

Am Sonntagmorgen wurden die Mädchen an Bord von Armeehubschraubern aus der Ortschaft Banki in Nordnigeria in die Provinzhauptstadt Maiduguri gebracht, wie das Militär mitteilte. Von dort sollten sie in die Hauptstadt Abuja weiterfliegen, wo Präsident Muhammadu Buhari sie noch am Sonntag empfangen wollte. Zu den im Gegenzug freigelassenen Boko-Haram-Kämpfern wurden offiziell keine Angaben gemacht. Nach AFP-Informationen handelte es sich um drei inhaftierte Staatsbürger des Tschad, die in der Gruppe führende Posten bekleidet hatten. AFP/nd

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