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Dauerregen richtet Millionenschäden an

Bayern: Das Allgäu und Franken sind besonders betroffen - in Mömbris verwüsten Wassermassen einen Friedhof

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München. Nach einem kurzen Sonnen-Intermezzo haben im Süden Bayerns Dauerregen und teilweise empfindlich kühle Temperaturen das Wochenende und den Start in die neue Woche geprägt. Vor allem in Südbayern schüttete es meist ohne Unterlass, besonders arg war der Dauerregen im Allgäu. Allein von Samstagabend bis Sonntagmittag fielen in Balderschwang nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes 43 Liter Regen pro Quadratmeter. In Oberstdorf waren es demnach 39 Liter.

Etwas besser sah es am Sonntag in Nordbayern aus. Dort jedoch hatten schwere Unwetter mit lang anhaltendem Starkregen bereits in der vergangenen Woche Schäden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Besonders betroffen war Mömbris im Landkreis Aschaffenburg. Man gehe »im Moment davon aus, dass in unserer Region die Schadenshöhe bei etwa zehn Millionen Euro liegen wird«, sagte Bürgermeister Felix Wissel bereits am Freitag. »Das war ein Unwetter, das ich so noch nicht erlebt habe«, sagte Wissel. Verletzt wurde dabei am Donnerstag glücklicherweise niemand.

Die Hochwasserschäden im Landkreis Aschaffenburg sind massiv. »Die private und öffentliche Infrastruktur wurden schwer beschädigt«, zog der Bürgermeister bittere Bilanz. Gut drei Dutzend Straßen waren nicht mehr passierbar, Hänge stürzten ein, die Kahlgrundbahn musste ihren Betrieb einstellen, Keller und Erdgeschosse wurden überflutet. 400 bis 500 Haushalte seien betroffen. Anwohner der benachbarten Gemeinde Krombach waren zeitweise ohne Strom, aus einem Öltank lief Heizöl aus. Einen Dammbruch des Flusses Kahl konnten die Helfer in der Nacht verhindern.

Zudem haben die Wassermassen den Friedhof von Mömbris überspült und 50 bis 60 Zentimeter tiefe Löcher in den Boden gerissen. »Jedes der etwa 150 Gräber hat einen Totalschaden.« Leichenteile seien aber nicht zum Vorschein gekommen. Der Friedhof werde nun jedoch aus Sicherheitsgründen für längere Zeit gesperrt bleiben. Hunderte Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren stundenlang an rund 350 verschiedenen Orten im Einsatz.

Für den 11. bis 15. Mai stehen nun die sogenannten Eisheiligen im Kalender. Der Temperatur-Tiefpunkt dürfte am Dienstag erreicht werden. In der Nacht zu Mittwoch müsse verbreitet mit Bodenfrösten gerechnet werden, hieß es beim DWD. Die Tageshöchsttemperaturen liegen voraussichtlich nur zwischen neun und 14 Grad. Pünktlich zum kalendarischen Beginn der Eisheiligen soll Schluss sein mit der Kälte, sagt der Meteorologe Christoph Hartmann: »Tagsüber streben wir danach eher 20 Grad zu, nachts wird es nur noch örtlich kälter als zehn Grad.« dpa/nd

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