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AfD und Pegida üben Schulterschluss

Rechte Anhänger versammelten sich kurz nacheinander auf dem Neumarkt in Dresden

Dresden. Die islam- und fremdenfeindliche »Pegida«-Gruppierung und die rechtspopulistische AfD haben am Montagabend in Dresden den Schulterschluss geprobt: Beide Gruppen versammelten ihre Anhänger kurz nacheinander auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Zwischen den beiden Kundgebungen zogen »Pegida«-Anhänger beim montäglichen »Spaziergang« durch die Innenstadt. Laut der Forschungsgruppe Durchgezählt nahmen bis zu 2.400 Menschen daran teil.

Bis zu 170 Gegendemonstranten versammelten sich in Sicht- und Hörweite auf dem Dresdner Neumarkt. Unter ihnen war auch das Anti-Nazi-Maskottchen »Storch Heinar«. Die bekannte Kultfigur setzt sich satirisch mit Rechten und Neonazis auseinander. Sie leitet sich von der bei Neonazis beliebten Kleidungsmarke »Thor Steinar« ab.

Der Dresdner AfD-Kreisverband wollte die Versammlungen getrennt voneinander sehen. Das »Pegida«-Bündnis hatte zwischenzeitlich auf seiner Facebookseite unverhohlen zu einer gemeinsamen Demonstration aufgerufen. Der Vorsitzende der Jungen Alternative (JA) in Dresden, Matthias Scholz, betonte, auch wenn getrennt demonstriert werde, seien beide Gruppierungen »in der Sache vereint«. Redner beider Lager brachten ihre antieuropäische Haltung deutlich zum Ausdruck.

Wenn die AfD wolle, könnte es »Veranstaltungen wie heute« wieder geben, betonte »Pegida«-Redner Siegfried Däbritz. Während seines Auftritts auf dem Neumarkt skandierten »Pegida«-Anhänger lautstark die üblichen »Merkel muss weg« und »Volksverräter«-Rufe.

»Pegida«-Chef Lutz Bachmann war am Montag nicht anwesend. Er hatte zuvor der AfD mehrfach angeboten, bei den »Patriotischen Europäern« als Redner aufzutreten. Der AfD-Landesvorstand um Parteichefin Frauke Petry ist gegen gemeinsame Veranstaltungen. epd/nd

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