Werbung

AfD und Pegida üben Schulterschluss

Rechte Anhänger versammelten sich kurz nacheinander auf dem Neumarkt in Dresden

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dresden. Die islam- und fremdenfeindliche »Pegida«-Gruppierung und die rechtspopulistische AfD haben am Montagabend in Dresden den Schulterschluss geprobt: Beide Gruppen versammelten ihre Anhänger kurz nacheinander auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Zwischen den beiden Kundgebungen zogen »Pegida«-Anhänger beim montäglichen »Spaziergang« durch die Innenstadt. Laut der Forschungsgruppe Durchgezählt nahmen bis zu 2.400 Menschen daran teil.

Bis zu 170 Gegendemonstranten versammelten sich in Sicht- und Hörweite auf dem Dresdner Neumarkt. Unter ihnen war auch das Anti-Nazi-Maskottchen »Storch Heinar«. Die bekannte Kultfigur setzt sich satirisch mit Rechten und Neonazis auseinander. Sie leitet sich von der bei Neonazis beliebten Kleidungsmarke »Thor Steinar« ab.

Der Dresdner AfD-Kreisverband wollte die Versammlungen getrennt voneinander sehen. Das »Pegida«-Bündnis hatte zwischenzeitlich auf seiner Facebookseite unverhohlen zu einer gemeinsamen Demonstration aufgerufen. Der Vorsitzende der Jungen Alternative (JA) in Dresden, Matthias Scholz, betonte, auch wenn getrennt demonstriert werde, seien beide Gruppierungen »in der Sache vereint«. Redner beider Lager brachten ihre antieuropäische Haltung deutlich zum Ausdruck.

Wenn die AfD wolle, könnte es »Veranstaltungen wie heute« wieder geben, betonte »Pegida«-Redner Siegfried Däbritz. Während seines Auftritts auf dem Neumarkt skandierten »Pegida«-Anhänger lautstark die üblichen »Merkel muss weg« und »Volksverräter«-Rufe.

»Pegida«-Chef Lutz Bachmann war am Montag nicht anwesend. Er hatte zuvor der AfD mehrfach angeboten, bei den »Patriotischen Europäern« als Redner aufzutreten. Der AfD-Landesvorstand um Parteichefin Frauke Petry ist gegen gemeinsame Veranstaltungen. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen