Ökostrom statt Braunkohle

Anbieter Greenpeace Energy will mit einem Fördercent die Abbauregionen beim Strukturwandel unterstützen

  • Von Jörg Staude
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Günter Jurischka aus dem sorbischen Ort Proschim nahe dem Tagebau Welzow-Süd ist nicht nur ein lang gedienter Kämpfer gegen die Abbaggerung seiner Lausitzer Heimat - seit Jahr und Tag betreibt er auch eine mehr als vier Kilowatt starke Solardachanlage. Seit Dienstag kann nun bundesweit jeder ein Solarstromkunde bei Jurischka werden. Dessen Anlage gehört seitdem zum Portfolio eines speziellen Tarifs, den der Ökostromanbieter Greenpeace Energy unter dem mehrdeutigen Namen »Solarstrom plus« an den Start brachte.

Das »plus« steht zunächst dafür, dass ein Anteil von zehn Prozent des Ökostroms direkt aus Solaranlagen in den drei deutschen Braunkohlerevieren - Rheinland, Lausitz und Halle/Leipzig - stammt. Zudem ist das »plus« auch wörtlich zu nehmen: Auf jede erzeugte Kilowattstunde wird beim Verkauf nämlich ein Cent aufgeschlagen. Dieser Fördercent soll in die (Braunkohle-)Region, aus der der Ökostrom kommt, zurückfließen - damit dort ...


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