Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kritik der Aktionäre

TV-Vorstandsgehälter

Die Aktionäre des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 haben die Bezahlung der Vorstände mit Zwei-Dittel-Mehrheit missbilligt. Die Hauptversammlung folgte am Freitag der Kritik von Investoren-Beratern, die das neue Vergütungssystem als undurchsichtig ansehen.

Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), hatte darüber hinaus kritisiert, die neue Vergütung mit riesigen Erfolgsprämien sei »schlicht zu hoch«. Im vergangenen Jahr hatte Vorstandschef Thomas Ebeling nach dem alten Vergütungssystem 3,6 Millionen Euro erhalten, plus Pensionsansprüche. Eine Sprecherin sagte, der Beschluss der Hauptversammlung sei rechtlich nicht bindend, aber der Aufsichtsrat werde sich das Vergütungssystem jetzt noch einmal anschauen.

Ebeling versprach den Aktionären durch die enge Verzahnung von Fernsehwerbung mit seinen Internetshops und Online-Portalen steigende Gewinne. »Wir sind wetterfest aufgestellt«, versicherte er den wegen sinkender Aktienkurse verunsicherten Aktionären in München. Bergdolt zeigte sich jedoch skeptisch: »Umsatz und Ergebnis sind gut, aber die Story scheint nicht ausreichend zu verfangen«, sagte sie. Das Onlinegeschäft wachse stark, aber die Gewinnmarge sei gering. Ebeling stellte klar, ProSiebenSat.1 sei in erster Linie immer noch ein Fernsehkonzern, »Fernsehen hat die höchste Profitabilität.« Er nutze freie Werbezeiten, um eigene Onlineportale zu bewerben. Das bringe nicht nur zusätzliche Gewinne, sondern ermögliche durch die Kombination der Daten aus beiden Sparten viel zielgenauere, effektivere Werbung. dpa

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln