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Bewegung an der Hauptmannschule

Kreuzberger Neubau soll bald genehmigt werden

»Ich erwarte eine Lösung in einem Monat«, sagte der Friedrichshain-Kreuzberger Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) vergangene Woche. Dann könne der Bauantrag des landeseigenen Wohnungsunternehmens HOWOGE bewilligt sein - der Antrag zum Bau eines Wohnhauses auf dem Hof der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg.

HOWOGE-Chefin Stefanie Frensch ist genervt vom langen Genehmigungsprozess: »Wir sind bereits anderthalb Jahre im Verzug.« Bereits im September 2016 hätte das Haus stehen sollen. Dass immer noch ein Flügel des ehemaligen Schulgebäudes in Folge des 2012 geräumten Flüchtlingsprotests auf dem Oranienplatz besetzt ist, war dem Projekt dabei kaum hinderlich. Wohl aber, dass Anwohner gegen Verschattung und zu fällende Bäume protestiert haben. »Wir haben dann die Gebäudeteile näher zusammengerückt, um mehr Grün zu erhalten«, sagt Frensch.

Schmidt begrüßt das ausdrücklich und erklärt, dass sein Amt den Neubau streng nach Gesetz und keinesfalls politisch geprüft habe. Das Amt wägt noch ab, wie hoch gebaut werden darf.

»Die Wirtschaftlichkeit des Projekts reduziert sich, wenn wir eine Etage weniger genehmigt bekommen«, sagt Frensch. In Folge dessen könne auch weniger bezahlbarer Wohnraum angeboten werden.

Nicht nur die HOWOGE, auch die Diakonie drängt auf einen schnellen Baubeginn. »Das Projekt muss wirklich zu einem Abschluss kommen«, fordert Evelyn Gülzow vom Diakonischen Werk Stadtmitte. »Wir wollen hier mit unseren Projekten wie Schuldnerberatung und Frauentreff einziehen.« Außerdem sollen hier Familien mit anerkanntem Flüchtlingsstatus einziehen.

»Wir haben bei den Grundrissen darauf Rücksicht genommen«, sagt Frensch. Rund die Hälfte der Wohnungen sollen groß sein, die andere Hälfte ein bis zwei Zimmer haben. Der Entwurf stammt von Helmut Jahn. Das Wohnungsunternehmen hatte beim Stararchitekten ein Beispiel für »ansprechende modulare Architektur« in Auftrag gegeben.

Wie es mit der Besetzung der Schule weitergeht, könnte sich ebenso demnächst entscheiden. »Wir rechnen bald mit einem Urteil zur Räumungsklage des Bezirks«, sagt Schmidt.

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