Offener Streit an der Klagemauer

Gestörter Optimismus in Israel vor der Nahost-Reise des US-Präsidenten

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nein, das hatte man im Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu nicht erwartet. Am kommenden Montag wird US-Präsident Donald Trump nach Israel und Palästina reisen und Israels Regierungschef hatte dafür etwas Besonderes geplant. Als erster israelischer Regierungschef wollte er einen US-Präsidenten durch Ost-Jerusalem begleiten.

Doch als am Sonntag Mitarbeiter Netanjahus mit Vertretern des US-Konsulats, die den Besuch vorbereiten, darüber sprechen wollten, kam es an der Klagemauer zum offenen Streit. Die Diplomaten forderten, alleine gelassen zu werden, wiesen darauf hin, dass man sich auf Gebiet befindet, das nach internationaler Lesart durch Israel besetzt ist. Die Israelis klärten medienwirksam darüber auf, dass die Klagemauer die heiligste Stätte des Judentums ist. Man sei regelrecht überrumpelt worden, sagen Mitarbeiter der US-Botschaft in Tel Aviv: Hier sei ein Arbeitsbesuch von Diplomaten, Alltagsgeschäft al...

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