Der Mensch zieht sich zurück

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Kampf ohne Machtbekenntnis

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Als die sowjetischen Truppen 1994 aus Wünsdorf abzogen, überließen sie das Gelände - der Natur. Bis zu 75 000 Menschen sollen sich zuvor in der Militärzone aufgehalten haben. Am Sitz des Oberkommandos der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland hatte sich mitten im Märkischen Wald eine verborgene Stadt mit eigener Infrastruktur herausgebildet. Seit 2003 hält der Fotograf Andreas Franke den fortschreitenden Zerfall der Gebäude in seinen Arbeiten fest; der Bildband »Eine russische Stadt in der DDR« (Mitteldeutscher Verlag, 2014) legt davon Zeugnis ab. Auch im vorliegenden Buch sind Fotografien Frankes zu bestaunen - neben Bildern internationaler Fotografen, die dem morbiden Reiz »verlassener Orte« in aller Welt nachspüren. Im englischen Titel des zweisprachigen Bandes ist, zutreffender noch, von »Lost Places« die Rede, verlorenen Orten. Denn mit den Menschen, deren verblassenden Spuren wir hier begegnen, scheinen auch deren hochfliegende Träume und zukunftsfrohe Pläne das jeweilige Terrain längst aufgegeben zu haben. Martin Hatzius Foto: Andreas Franke/panabild.de

Peter Traub: Die Welt der verlassenen Orte II. Urbex-Fotografie. Mitteldeutscher Verlag, 240 S., geb., 29,95 €.

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