Keine öffentliche Sicherheit auf Rechnung

Stephan Fischer meint, dass Bremen mit den Gebühren für die Deutsche Fußball Liga zu kurz gedacht hat

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: 2 Min.
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Die DFL soll Kosten von Polizeieinsätzen übernehmen. Klingt populär: Hier die oft steinreichen Vereine und Kapitalgesellschaften, dort klamme Kommunen wie Bremen. Das ist aber zu kurz gedacht.

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Alle Polizeieinsätze sind bereits bezahlt. Aus Steuergeldern. Das ist wichtig, denn diese sind nicht zweckgebunden. Autofahrer ärgern sich vielleicht, dass sie Radwege mitfinanzieren, Radfahrer wiederum über Autobahnausbauten. Aber Kriminelle sind auch nicht vor der Polizei sicher, obwohl sie Steuerzahler sind. Bei einer Gebühr sieht das anders aus - sie erfordert eine konkrete Gegenleistung. Bisher bestimmt die Polizei allein, was sie als Risikospiel definiert, welchen Kräfteansatz sie fährt. Eine Rechnung wäre von Klubs sofort zu hinterfragen. Wirklich zwei Wasserwerfer? Reichen statt 2000 Beamten nicht 1000? Oder noch weniger? Schließlich würden die Zuschauer mit ihrem Eintritt direkt für Maßnahmen zahlen, die sie oft genug als überzogen und repressiv ansehen.

Bisher sind die Regeln klar: Vereine sind auf dem Stadiongelände und im Stadion über das Hausrecht verantwortlich, die Polizei im öffentlichen Raum. Im Stadion werden Ordnerdienste primär nach dem Preis ausgewählt - was nicht zur Qualität beiträgt. Sie sind aber sicher billiger als Beamte - warum sie nicht auch bei der An- und Abfahrt von Fans einsetzen? Das wäre ein nächster Schritt zur Privatisierung der Sicherheit im öffentlichen Raum.

Zu viele Fragen bleiben: Muss die DFL einen Polizeieinsatz am Spieltag bei einem Ladendiebstahl bezahlen, weil der Täter einen Fanschal trägt? Rechtliche Verbindungen zwischen Verein und Täter sind kaum darstellbar - selbst Polizei und Politik schreiben kriminelle Handlungen im Fußballkontext oft genug »vermeintlichen Fans« zu. Und: Auch bei Halle gegen Magdeburg, keine DFL-Klubs, werden Hunderte Polizisten eingesetzt.

Kommunen brauchen Geld. Aber nicht per populärer Rechnung: Einsätze rund um den Profifußball würden sonst viel lukrativer als jene, bei denen kein Geld zu holen ist. Das aber darf kein Kriterium für die Polizei sein.

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