Großer Unmut in allen Branchen

Martin Kröger über die anstehenden Arbeitskämpfe

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Kampf ohne Machtbekenntnis

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Da braut sich was zusammen. In zahlreichen Wirtschaftsbranchen in der Region bahnen sich Tarifkonflikte und Arbeitskämpfe an: Bereits am Mittwoch traten die Beschäftigten der Charité-Tochter CFM in den Warnstreik, und auch bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und dem Einzelhandel gibt sich die Gewerkschaft ver.di kampfeslustig - und droht nach ersten Gesprächen mit Streiks.

Nun haben diese Konflikte unterschiedliche Ebenen, Tarifverhandlungen finden turnusmäßig statt, es gibt aber auch lokale Hintergründe wie bei der Charité, wo Verbesserungen für die Beschäftigten der outgesourcten Firma im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag festgehalten sind: nämlich dass mit dem Auslaufen des jetzigen CFM-Vertrages die Charité Facility Management wieder vollständig in öffentliches Eigentum überführt wird. Rot-Rot-Grün wird aber nicht nur an dieser Stelle auch liefern müssen, sondern beispielsweise auch bei den Beschäftigten der freien Träger, für die genug Geld bereitgestellt werden muss, damit sie ihre Beschäftigten tarifgerecht bezahlen können. Auch hierzu gibt es Absichtserklärungen.

Dass derzeit aus so vielen Bereichen Forderungen erhoben werden, dürfte aber sicherlich auch etwas mit den steigenden Lebenshaltungskosten zu tun haben. Die Mietsteigerungen etwa müssen ja auch bezahlt werden. Viele Beschäftigte, das zeigt eine aktuelle Umfrage der IG Metall, fordern aber nicht nur mehr Lohn, sondern generell eine faire Behandlung insbesondere in Bezug auf die Arbeitszeiten.

All das sind natürlich unterschiedliche Dinge, aber der gestiegene Unmut scheint die Beschäftigten zu einen. Die Zeiten, als sich alle fast alles gefallen haben lassen, sind vorbei.

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