Romantisierung des Westens

Velten Schäfer über eine Studie zum Rechtsextremismus im Osten

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: 1 Min.
Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Warum sind rechte Ideen und Taten im Osten häufiger als im Westen? Die Wissenschaft erklärt dies erstens mit dem DDR-Erbe: Die Sozialisationserfahrungen einer homogenen Bevölkerungsstruktur und einer nicht eben pluralen Öffentlichkeit seien anschlussfähig für Rechte. Zweitens fühlten sich viele nach 1990 betrogen, als ihnen erklärt wurde, es gebe keine Alternative zu Deindustrialisierung und Dekulturalisierung: eine rechts artikulierbare Frustrationserfahrung, deren Realitäten fortwirken.

Dem kann auch die jüngste Studie zum Thema nichts hinzufügen, die nun von der Ostbeauftragten Iris Gleicke (SPD) präsentiert wurde. Man wolle diese Perspektiven auch nicht gegeneinander ausspielen, so die Autoren. Dennoch wird erkennbar der DDR-Faktor höher angesetzt als in etlichen anderen einschlägigen Untersuchungen.

Ob indes - gerade in Sachsen, auf das sich die Studie schwerpunktmäßig bezieht -, eine »Romantisierung der DDR« so virulent ist, wie die Autoren sagen, ist eine Frage, die man nun stellen kann. Eine andere wäre, ob die in der Untersuchung beiläufig vorgenommene Gegenüberstellung der »geschlossenen Gesellschaft« DDR und eines »offenen« Westens nicht auch einer erheblichen Verzerrung ex post unterliegt: Heutige Diskurse um Inklusion, Diversität und Transkulturalität zumindest bestimmten auch in der BRD der 1980er Jahre weder das soziale Klima noch die Politik gegenüber den damals so genannten »Gastarbeitern«.

Aus dem nd-Shop
Es geht einer vor die Hunde
Die Handlung dieses Fernsehfilms führt in die Zeit vom Ende der 1920er Jahre bis in das Jahr 1933 zurück. Auf der Grundlage von Otto Nagels ...
15.99 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen