Der clevere Wegeheld

Heinrich Strößenreuther veränderte mit Aktivisten die Radverkehrspolitik in Berlin

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In der Hauptstadt tobt der Verteilungskampf darüber, wie viel Raum Fußgängern, Radlern, Bussen und Bahnen sowie Autos künftig eingeräumt werden soll. Und zwar nicht mehr nur konkret täglich auf der Straße selbst, sondern auf politischer Ebene. Anfang April dieses Jahres hatte die Verwaltung von Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) die Eckpunkte eines Fahrradgesetzes vorgelegt. Ein lückenloses Netz von geschützten Radwegen an Hauptstraßen, 100 Kilometer Radschnellwege und zusätzlich 100 000 Abstellplätze für Zweiräder an U- und S-Bahnhöfen gehören dazu.

Rot-Rot-Grün in Berlin betreibe »Klientelpolitik«, sei eine »Koalition von Autohassern«. Dies attestiert die in diesem Punkt sehr einige Opposition aus CDU, AfD und FDP. Der christdemokratische Fraktionschef Florian Graf malte im April im Abgeordnetenhaus einen Zusammenbruch der Versorgung der Hauptstadt an die Wand, weil der Senat ja schließlich Güter nur...


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