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Freihändig

Das Fahrrad in der (Pop)-Musik

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Fahrrad hat es in der Musik nie leicht gehabt. Von der Rockmusik wird es fast gänzlich ignoriert, weil es schlichtweg unmöglich ist, einen Fahrradausflug textlich zu etwas Heroischem auszuarbeiten. Kein Vergleich zu dem, was ein Motor und ein paar Räder hergeben. Röhriger Sound direkt aus der Hölle, verchromte Felgen, Ledersitze, Lederhose, Lederhaut nach innen wie außen. Einzige Ausnahmen vielleicht Nazareth und »My white Bicycle« von 1975, in dem der Held nachts mit weißem Fahrrad durch die Straßen vagabundiert, freihändig fährt und sich von Polizisten nichts sagen lässt. Wenn man die sehr frühen Pink Floyd noch dazu zählen will, dann kann auch »Bike« von 1967 als Rock-Ausnahme gelten. Aber wenn ein Text mit den Worten beginnt »Ich habe ein Fahrrad und du kannst es fahren, wenn du willst / Es hat einen Korb und eine Klingel, die klingelt / und noch andere Sachen, die es gut aussehen lassen«, dann ist unklar, ob es noch viel uncoo...


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