Ronny Blaschke 20.05.2017 / Sport

Fassade der Fürsorglichkeit

Die Milliardenbranche Fußball investiert nicht mal ein Prozent ihres Umsatzes in gesellschaftspolitisches Handeln

Hey, legt mal eine Hand an die Pappe! Volunteers posieren mit einer Werbetafel der Bundesligastiftung vorm Supercupspiel 2016

Der Fußball als Glücksspender und Wirtschaftsmotor: Diese naive Erzählung wird nicht mehr lange funktionieren. Der Weltverband FIFA und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben ihre jüngsten Krisen noch nicht ausgestanden, und immer mehr Menschen hinterfragen den Zweck großer Sportereignisse. Wenn der moralisch bereits abgewirtschaftete Fußball stabil bleiben will, braucht er dringend eine neue Erzählung.

Das Potenzial dafür ist vorhanden. Seit der WM 2006 spannt sich hierzulande ein zivilgesellschaftliches Netz um den Lieblingssport der Deutschen. 90 Stiftungen nutzen den Fußball als Vermittlungsmedium. DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) investieren Millionen in ihre Projekte. Einige Profiklubs gründen eigene Sozialabteilungen. Der Fußball bildet in der Gesellschaftspolitik einen soliden Zweig. Aber reicht das?

Noch tut sich der Sport mit einem Begriff schwer, der in der Wirtschaft etabliert ist: Corporate Social Responsib...

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